Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Dr. Sußmann Consulting GmbH
Gartenstr. 2, 86641 Rain am Lech
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend: AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Dr. Sußmann Consulting GmbH, Gartenstraße 2, 86641 Rain am Lech (nachfolgend: Anbieterin) und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend einheitlich: Kundin).
(2) Die AGB gelten für alle – auch fernmündlich oder per Videokonferenz geschlossenen – Verträge, unabhängig davon, ob die Kundin Verbraucherin (§ 13 BGB), Unternehmerin oder Kauffrau ist.
(3) Abweichende Bedingungen der Kundin finden keine Anwendung, es sei denn, die Anbieterin stimmt diesen ausdrücklich und schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Art der Leistung
(1) Die Anbieterin bietet webbasierte, individuelle Beratungs- und Begleitungsdienstleistungen in den Bereichen Finanzen, Börse und Vermögensaufbau an. Diese Dienstleistungen beinhalten keine schulische Ausbildung oder ein Bildungsangebot, keinen Fernlehrgang, kein zertifiziertes Ausbildungs- oder Qualifizierungsprogramm und kein standardisiertes Wissensvermittlungsangebot mit Lernerfolgskontrolle.
(2) Die Dienstleistung ist individueller Natur; Inhalte, Schwerpunkte und Formate werden flexibel auf die persönliche Ausgangssituation und die konkreten Bedürfnisse der Kundin ausgerichtet. Die Anbieterin erbringt im Schwerpunkt persönliche Live-Beratung über Videokonferenz. Etwaige ergänzende Materialien (z.B. Arbeitsunterlagen, Videoaufzeichnungen) sind unselbstständige Hilfs- und Begleitmittel, keine eigenständige Hauptleistung.
(3) Die Anbieterin ist berechtigt, Inhalte, Reihenfolge und Formate während der Beratung flexibel anzupassen, soweit dies dem Zweck der individuellen Begleitung dient (Leistungsbestimmungsrecht gemäß § 315 BGB).
(4) Die Anbieterin schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Ziel der Beratung ist die persönliche Weiterentwicklung der Kundin und die Stärkung ihrer Entscheidungskompetenz.
(5) Die Leistungserbringung erfolgt überwiegend webbasiert über Videokonferenz-Tools (z.B. Zoom). Die Kundin stellt sicher, dass sie über die technischen Voraussetzungen verfügt (stabile Internetverbindung, Kamera, Mikrofon, geeignetes Endgerät). Technische Störungen auf Seiten der Kundin begründen keinen Anspruch auf Nachholung, Erstattung oder Minderung.
(6) Soweit Videoaufzeichnungen von Sitzungen erstellt werden, dienen diese ausschließlich der persönlichen Nachbereitung der Kundin. Eine Verpflichtung der Anbieterin zur Erstellung oder dauerhaften Bereitstellung von Aufzeichnungen besteht nicht. Die Kundin hat kein Recht, Aufzeichnungen an Dritte weiterzugeben oder anderweitig zu verwerten.
§ 3 Abgrenzung zu Finanzdienstleistungen
(1) Die Anbieterin erbringt keine erlaubnispflichtigen Finanzdienstleistungen im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) oder des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Insbesondere erfolgt keine Anlageberatung, Vermittlung von Einlagengeschäften oder Finanzinstrumenten.
(2) Die Anbieterin ist nicht als Finanzberaterin, Vermögensberaterin oder freie Finanzmaklerin für die Kundin tätig. Eine Überlassung individueller Vermögensaufstellungen ist weder erforderlich noch Vertragsgegenstand.
(3) Die Kundin trifft alle Anlageentscheidungen eigenverantwortlich. Sie wird ausdrücklich auf die Volatilität der Kapital- und Anlagemärkte hingewiesen. Investitionen in Kapitalanlageprodukte erfolgen auf ihr eigenes finanzielles Risiko und können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
§ 4 Vertragsschluss
(1) Der Vertragsschluss erfolgt in der Regel in zwei Schritten: Nach einem persönlichen Gespräch (Telefon oder Videokonferenz) erhält die Kundin per E-Mail den individuellen Beratungsvertrag sowie diese AGB. Der Vertrag kommt durch die schriftliche oder elektronische Annahmeerklärung der Kundin zustande. Im Einzelfall kann der Vertrag auch abweichend davon zustande kommen, wenn eine Einigung dokumentiert ist.
(2) Die Präsentation und Bewerbung der Leistungen auf der Website oder in Werbemitteln stellt kein verbindliches Angebot dar.
(3) Mit ihrer Annahmeerklärung bestätigt die Kundin, diese AGB gelesen und als Vertragsbestandteil akzeptiert zu haben.
(4) Die Vertragssprache ist Deutsch. Vertragsunterlagen werden im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Beratungsvertrag. Alle Preisangaben sind Bruttopreise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.
(2) Die Vergütung ist grundsätzlich bei Vertragsschluss als Einmalzahlung fällig, sofern im Vertrag keine abweichende Ratenzahlungsvereinbarung getroffen wurde.
(3) Bei Zahlungsverzug ist die Anbieterin berechtigt, die weitere Leistungserbringung bis zum vollständigen Ausgleich der Forderung auszusetzen. Bereits geleistete Zahlungen werden nicht erstattet.
(4) Die Zahlung kann per Banküberweisung oder SEPA-Lastschrift erfolgen. Die Anbieterin ist berechtigt, die Zahlungsabwicklung über Drittanbieter (z.B. Digistore24, Copecart, GoCardless) durchzuführen, deren Bedingungen ergänzend gelten.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Die Laufzeit ergibt sich aus dem individuellen Beratungsvertrag. Der Vertrag endet nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
(2) Eine ordentliche Kündigung innerhalb der vereinbarten Laufzeit ist ausgeschlossen, soweit dies rechtlich zulässig ist.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Als wichtiger Grund gilt insbesondere andauernder Zahlungsverzug oder schwerwiegende Verletzung dieser AGB durch die Kundin.
(4) Kündigungen bedürfen der Schrift- oder Textform (§ 126b BGB, z.B. E-Mail).
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucherinnen
(1) Verbrauchern steht bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB zu. Die Kundin wird hierüber gesondert per E-Mail (PDF-Datei) belehrt.
(2) Im Falle eines wirksamen Widerrufs nach bereits teilweise erbrachter Leistung schuldet die Kundin Wertersatz für die bis zum Widerruf erhaltenen Leistungen gemäß § 357 Abs. 8 BGB. Als Berechnungsgrundlage gilt der im Vertrag vereinbarte Gesamtpreis im Verhältnis zur tatsächlich erbrachten Leistung. Zur zeitanteiligen Berechnung werden insbesondere tatsächlich durchgeführte Beratungsstunden, in Anspruch genommene Kommunikationsleistungen sowie bereitgestellte Beratungsunterlagen herangezogen.
(3) Unternehmern und Kaufleuten steht kein Widerrufsrecht zu. Ein solches wird von der Anbieterin auch nicht vertraglich gewährt.
§ 8 Mitwirkungspflichten der Kundin
(1) Die Kundin ist verpflichtet, aktiv an der Beratung mitzuwirken, Termine wahrzunehmen und erforderliche Informationen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
(2) Versäumte individuell vereinbarte Termine werden auf eine vereinbarte Gesamtstundenanzahl angerechnet, sofern die Kundin die Absage nicht mindestens 24 Stunden vorab mitgeteilt hat.
(3) Die Kundin ist verpflichtet, die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme an den Videokonferenzen sicherzustellen.
§ 9 Nutzungsrecht und geistiges Eigentum
(1) Der Kundin stehen die ihr überlassenen Unterlagen während der Vertragslaufzeit zur persönlichen Verwendung zur Verfügung. Ein darüber hinausgehendes Nutzungsrecht wird nicht eingeräumt.
(2) Die Weitergabe von Unterlagen, Beratungsinhalten, Aufzeichnungen oder Mitschriften an Dritte ist untersagt. Dies gilt auch für die Veröffentlichung in sozialen Medien oder auf anderen Plattformen.
(3) Alle Urheber- und Verwertungsrechte an sämtlichen erstellten Materialien verbleiben bei der Anbieterin. Eine kommerzielle Nutzung durch die Kundin ist nicht gestattet.
§ 10 Verhaltensregeln und Netiquette
(1) Die Kundin verpflichtet sich zu einem respektvollen und wertschätzenden Umgang in allen Kommunikationskanälen (Videokonferenzen, WhatsApp, Community-Plattformen, E-Mail).
(2) Insbesondere ist untersagt:
• beleidigende, diskriminierende oder herabsetzende Äußerungen gegenüber der Anbieterin, deren Mitarbeiterinnen oder anderen Teilnehmerinnen,
• Spam, unerwünschte Werbung oder die Verbreitung von Fehlinformationen,
• die Störung von Gruppenveranstaltungen oder -sitzungen,
• die Weitergabe von Inhalten aus dem Beratungskontext ohne Zustimmung der Anbieterin.
(3) Bei Verstößen gegen diese Verhaltensregeln ist die Anbieterin berechtigt, die Kundin vorübergehend oder dauerhaft von der Teilnahme auszuschließen. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Rückerstattung. Bei schwerwiegenden Verstößen ist die Anbieterin zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund berechtigt.
§ 11 Vertraulichkeit und Verschwiegenheit
(1) Die Kundin ist verpflichtet, über alle Informationen, die ihr im Zusammenhang mit der Beratung bekannt werden, Stillschweigen zu bewahren, es sei denn, die Anbieterin entbindet sie ausdrücklich von dieser Pflicht.
(2) Alle vertraglichen Abreden zwischen der Anbieterin und der Kundin sind vertraulich zu behandeln und dürfen Dritten gegenüber – insbesondere in sozialen Medien, Online-Foren oder Netzwerken – nicht offenbart werden.
(3) Die Kundin verpflichtet sich, Inhalte aus der Beratung sowie persönliche Informationen über andere Teilnehmerinnen vertraulich zu behandeln. Bei Gruppenberatungen gilt dies insbesondere für die dort ausgetauschten persönlichen und finanziellen Informationen.
§ 12 Datenschutz
(1) Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten der Kundin ausschließlich im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und sonstiger einschlägiger Datenschutzvorschriften.
(2) Bei der Nutzung externer Kommunikations- und Zahlungsdienstleister (z.B. Zoom, WhatsApp, Digistore24, Copecart) werden Daten an diese Drittanbieter übertragen. Es gelten ergänzend die Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Anbieter. Der Kundin wird empfohlen, diese vor der Nutzung zur Kenntnis zu nehmen.
(3) Näheres zur Datenverarbeitung, zu Betroffenenrechten und zur Löschung von Daten ergibt sich aus der Datenschutzerklärung der Anbieterin, abrufbar unter: https://www.drdanielasussmann.de/datenschutz.
§ 13 Haftung
(1) Die Anbieterin haftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbegrenzt nach den gesetzlichen Bestimmungen.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Die Haftung für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz ist nicht beschränkt.
(4) Die Anbieterin haftet nicht für wirtschaftliche Verluste der Kundin, die auf eigenverantwortlichen Anlageentscheidungen beruhen. Eine Haftung für technische Störungen auf Seiten der Kundin oder auf Seiten von Drittanbietern (Zoom, Zahlungsdienstleister etc.) ist ausgeschlossen.
§ 14 Höhere Gewalt und Ausfall
Bei Verhinderung der Anbieterin durch Krankheit, technische Störungen auf ihrer Seite oder andere von ihr nicht zu vertretende Umstände werden ausgefallene individuell vereinbarte Einzeltermine nach Möglichkeit nachgeholt. Ein Anspruch auf Rückerstattung der Vergütung entsteht erst, wenn eine Nachholung dauerhaft unmöglich ist und die Anbieterin den Ausfall zu vertreten hat. Im Übrigen sind die Parteien von ihren Leistungspflichten befreit, soweit und solange höhere Gewalt die Leistungserbringung verhindert.
§ 15 Änderung dieser AGB
Die Anbieterin ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Für laufende Vertragsverhältnisse gilt die bei Vertragsschluss gültige Fassung. Für neue Vertragsabschlüsse gilt jeweils die aktuell unter https://www.drdanielasussmann.de/agb abrufbare Fassung.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt außerhalb Deutschlands bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltsstaates unberührt.
(2) Ist die Kundin Unternehmerin, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten der Sitz der Anbieterin.
Stand: Februar 2026
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